Drei schöne Orte auf der Welt (außerhalb Österreichs):
Sansibar, Antelope Canyon in Arizona und – ohne Berge geht‘s nicht – die Dolomiten
Letzter Urlaub (wo und wann):
Juli 2025 an der Nordsee
Die größten Tugenden im Tourismus sind:
Innovationsgeist und Anpassungsfähigkeit: Seit Aufkommen des Tourismus im 19. Jahrhundert wurden die verschiedensten Herausforderungen gemeistert – von der Erschließung der Berge, der ständigen Weiterentwicklung der Unterkünfte, Weltkriegen bis hin zu Pandemien. Der Tourismus blickt optimistisch in die Zukunft und ist eine treibende Kraft in unserem Land.
Die größte Sünde im Tourismus ist:
in alten Mustern und Denkweisen gefangen zu sein und sich nicht mit der ständigen Weiterentwicklung zu beschäftigen. Das Freizeit- und Urlaubsverhalten wird sich ständig verändern, Saisonzeiten ändern und verschieben sich. Trotz aller Weiterentwicklung und Anpassung ist aber auch die Authentizität meiner Meinung nach unbedingt notwendig. Wir sind nicht nur Urlaubsraum, sondern auch Arbeits- und vor allem auch Lebensraum, dies gilt es miteinander zu verbinden und gegenseitig voneinander in allen Bereichen zu profitieren.
Die beste Idee im Tourismus der letzten fünf Jahre:
Ich gehe noch deutlich weiter zurück in die Vergangenheit: Im Jahr 1926 wurde die Tiroler Zugspitzbahn als zweite Seilbahn Österreichs eröffnet. Dies startete die Entwicklung zu einem alpinen Tourismusstandort, zog schon zur damaligen Zeit Sommer- und Wintergäste an und schuf großes Potential für die lokale Wirtschaft (Hotels, Gastronomie, Handwerk). In den vergangenen Jahrzehnten konnte sich die gesamte Region stetig weiterentwickeln und zählt nun zu den Top 10 der nächtigungsstärksten Tourismusverbände in Tirol.
Tourismus ist erfolgreich, wenn:
die Gäste die Angebote annehmen, für entsprechende Übernachtungen und Wertschöpfung sorgen und dies noch im Einklang mit der heimischen Bevölkerung erfolgt.
Die größte Herausforderung für die Tiroler Zugspitz Arena ist:
das Spannungsfeld zwischen heimischer Bevölkerung, Urlaubsgästen und Tagesgästen unter einen Hut zu bringen. Wie in vielen Regionen hat der Tagestourismus, zum Großteil mit der Anfahrt mit dem eigenen PKW, in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dies führt zu Verkehrs- und Parkplatzproblemen und Unmut bei der Bevölkerung. In diesem Bereich ist das Zusammenspiel der Beteiligten gefragt, um für alle eine akzeptable Lösung zu finden.
Von diesen Erfahrungen und Kompetenzen aus meiner vorherigen Funktion kann ich in meiner aktuellen Position profitieren:
Wir befinden uns trotz aller technischen Weiterentwicklungen nach wie vor im Austausch mit Menschen. Zuhören und auf Augenhöhe die Gespräche zu führen, hat mir in den ersten Monaten sehr gut geholfen.
So fühlt es sich an, Geschäftsführer des Tourismusverbandes in der eigenen Heimat zu sein:
Es erfüllt mich mit einem gewissen Stolz. Nachdem im Frühjahr 2025 die Entscheidung gefallen ist, war ich auf einem unserer Berge, bei bestem Wetter und mit herrlichem Weitblick. Meine Gedanken waren: Für diese Region kann ich nun arbeiten und trage auch ein Stück Verantwortung für die Weiterentwicklung in den nächsten Jahren.
Diese Vorhaben konnte ich in meiner neuen Position bereits umsetzen:
Wir befinden uns derzeit mitten im Strategieprozess für die nächsten Jahre. Es ist natürlich ein großer Vorteil, von Beginn an mitarbeiten zu können. Die ersten Weichenstellungen sind bereits erfolgt, in den nächsten Monaten erfolgt die detaillierte Ausarbeitung und dann können wir im Anschluss auch mit der Kommunikation der Ausrichtung für die nächsten Jahre starten.
Das motiviert mich an einem schlechten Tag:
Ich bin umgeben von motivierten und qualifizierten Mitarbeiter:innen und Funktionär:innen. Wir arbeiten sehr gut zusammen und können die Qualifikationen und Vorzüge gegenseitig nutzen.
Das gibt mir Energie für meine Arbeit:
In unserer Natur gibt es so viele schöne Plätze und Möglichkeiten, Kraft zu schöpfen, sei es ein Sonnenaufgang auf den Bergen, ein kleiner Gebirgsbach, der vor sich hinplätschert oder auch eine faszinierende Pflanze, die an einem unwirtlichen Platz strahlt.
Der beste Ratschlag, den ich je bekommen habe, war:
„Überdenke regelmäßig, was du tust, und lerne, den Moment zu genießen.“
Was mir neben meiner Arbeit besonders wichtig ist:
Meine Familie ist mir besonders wichtig. Die gemeinsame Zeit und die Erlebnisse – speziell die mit den Kindern – sind ein zentraler Kraftpunkt im Leben.
So entspanne ich mich in meiner Freizeit am besten:
Ganz klassisch in den Bergen, beim Skifahren, Biken und zu jedem Wetter und jeder Jahreszeit in der Natur.