Drei schöne Orte auf der Welt (außerhalb Österreichs):
Ein Tisch an einer Veranda in der Toskana, an dem man dann länger sitzt als geplant; ein Tempelgarten in Kyoto, in dem nichts passiert und genau das der Punkt ist; die raue Küste Galiziens, wo der kalte Atlantik die Dinge wieder ins Verhältnis setzt.
Letzter Urlaub (wo und wann):
Toskana im Frühjahr 2025 mit viel Bewegung am Rennrad, superguter Kulinarik und der ambitionierten Disziplin, beim Liegen unter dem Olivenbaum nichts zu müssen
Die größten Tugenden im Tourismus sind:
Aufmerksamkeit und Ehrlichkeit, verschiedene Menschen wirklich willkommen zu heißen – als Gäste und als Suchende
Die größten Sünden im Tourismus sind:
Wachstum ohne Sinn, blinder Aktionismus und das Gefühl, man müsse ständig lauter sein als die eigene Landschaft.
Die beste Idee im Tourismus der letzten fünf Jahre war:
zu verstehen, dass Erlebnisse keine Produkte sind. Sie entstehen zwischen Menschen, nicht in Pitches und Präsentationen.
Tourismus ist erfolgreich, wenn:
unsere Gäste mit leuchtenden Augen abreisen, Einheimische ihren Stolz behalten und die Natur ihren Charme beibehält und keinen Schaden davonträgt.
Die größte Herausforderung für das Tourismusland Österreich ist:
sich selbst wieder zuzuhören und den Mut zu haben, klar zu sein.
Das hätte ich gerne gewusst, als ich im September 2025 den Job als Geschäftsführer von Alpbachtal Tourismus angetreten bin:
Dass Geduld ein strategisches Instrument ist. Und dass gute Gespräche immer wichtiger sind als schnelle Entscheidungen.
Das ist mir in meiner neuen Position bereits gelungen:
Ein mehr oder weniger gemeinsames Verständnis dafür zu schaffen, wohin wir als Alpbachtal Tourismus hinwollen -- und vor allem warum wir das wollen.
So fühlte es sich an, in die Fußstapfen meines Vorgängers Markus Kofler zu treten:
Wie Bergschuhe anzuziehen, die schon steile Wege gesehen haben. Man geht vorsichtig los und findet dann seinen eigenen Rhythmus.
Das motiviert mich an einem schlechten Tag:
Der Gedanke, dass Entwicklung selten bequem ist, aber fast immer sinnvoll. Unserem Alpbachtal-Team bei Erfolgen zuzusehen. Wenn ich Gäste mit guten Fragen und Ambition in der Region treffe.
Das gibt mir Energie für meine Arbeit:
Menschen, die für ihre Region brennen und der Moment, wenn aus deren Ideen Realität wird.
Der beste Ratschlag, den ich je bekommen habe, war:
„Wenn du es allen recht machen willst, wirst du niemandem gerecht.“
Was mir neben meiner Arbeit besonders wichtig ist:
Bewegung, frische Luft, Familie, Zeit, die nicht verplant ist und Menschen, bei denen man nicht funktionieren muss, sondern einfach da sein darf.
So entspanne ich mich in meiner Freizeit am besten:
Am Berg, an Kraftplätzen, in Momenten der Monotonie. Am liebsten gemeinsam mit meiner Familie und dort, wo Ruhe entsteht und alles wieder in Balance kommt.