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Nachgefragt: Christian Grote

Nachgefragt: Christian Grote

15 Fragen an Christian Grote

Christian Grote_Tourismusschulen am Wilden Kaiser Nachgefragt – Saison Tirol - Seite #3

© Tourismusschulen am Wilden Kaiser

Drei schöne Orte auf der Welt (außerhalb Tirols und Südtirols):
Meine Heimatstadt München, der Süden von Kreta, die italienische Insel Elba

Letzter Urlaub (wo und wann):
Griechenland, Sommer 2024

Die größten Tugenden im Tourismus sind:
ehrliche Gastfreundschaft, persönlicher Einsatz, Dienstleistungsgedanke, Kreativität und der Blick über den Tellerrand.

Die größte Sünde im Tourismus ist:
sich vor dem Thema Nachhaltigkeit zu verschließen, wobei hier in den letzten Jahren bereits sehr viele Initiativen erfolgreich umgesetzt werden konnten.

Die Stärken des Tiroler Tourismus:
Authentizität und Gastfreundschaft sowie Innovation bei gleichzeitiger Wahrung der Tiroler Traditionen und Werte

Die Schwächen des Tiroler Tourismus:
Der Tourismus stößt in der eigenen Bevölkerung teilweise auf fehlende Akzeptanz, zum Beispiel aufgrund von punktuellen Verkehrsbelastungen oder Umweltbelastungen. Meiner Meinung nach ist es wichtig, eine gesunde Balance zwischen dem Tourismus und Tirol als Lebensraum zu fördern und die positiven Aspekte, die der Tourismus für unser Land mit sich bringt, hervorzuhebent

Die beste Idee im Tourismus der letzten fünf Jahre:
Gerade im Tiroler Tourismus gibt es zahlreiche spannende Ideen. Eine besondere Plattform hierfür ist die jährliche Verleihung des Tirol Touristica Preises der Tirol Werbung, die genau diese Ideen vor den Vorhang holt. Besonders wertvoll ist dabei der Nachwuchspreis – die Förderung der jungen Generation im Tourismus finde ich besonders wichtig.

Aus meiner jahrelangen Erfahrung im touristischen Ausbildungsbereich habe ich gelernt:
wie wichtig eine hochwertige Tourismusausbildung ist, um die Qualität des Tiroler Tourismus weiterhin auf einem hohen Niveau zu halten; gleichzeitig sollen Netzwerke genutzt werden, um sich auszutauschen und neue, innovative Ideen entstehen zu lassen.

So überzeuge ich junge Menschen für Tourismusberufe:
Indem ich ihnen aufzeige, welche Vielfalt und spannenden Berufsmöglichkeiten es im Tourismus gibt, in denen man sich als Persönlichkeit laufend weiterentwickeln und mit der eigenen Tätigkeit sich und anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann

Welche Eigenschaften sollte man für einen Tourismusberuf haben?
Offenheit, Neugierde, Kontaktfreudigkeit, viel positive Energie und Freude am Beruf sowie eine fundierte touristische Ausbildung

Diese Herausforderungen bringt mein Beruf als Direktor der Tourismusschulen Am Wilden Kaiser mit sich:  
Den Schülerinnen und Schülern einen Ort für erfolgreiches, freudvolles Lernen zu bieten und gleichzeitig den Lehrerinnen und Lehrern die Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen

So sehe ich die Tourismusschulen Am Wilden Kaiser in 10 Jahren:
Als weiterhin renommiertes, innovatives Bildungsinstitut, wo nachhaltiges Lernen und Lehren mit Wertschätzung und Freude stattfinden

Die größte Herausforderung für den Tiroler Tourismus ist:
Es ist essenziell, sich mit Veränderungen frühzeitig auseinanderzusetzen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Eine große Herausforderung für den Tiroler Tourismus ist definitiv der Klimawandel.

So entspanne ich am besten in meiner Freizeit:
Beim Snowboarden im Winter, beim Berggehen im Sommer und beim Fußballspielen mit meinen Teamkollegen

Für die Zukunft wünsche ich mir:
vernünftige und tolerante Menschen, die aufeinander zugehen, einander zuhören und gemeinsam Lösungen entwickeln!

Zur Person: 

Mag. Christian Grote hat seit 2023 die Stelle des Direktors der Tourismusschulen Am Wilden Kaiser inne, wo er zusätzlich zu seiner Leitungstätigkeit die Fächer Betriebs- und Volkswirtschaft, Tourismusmarketing und Kundenmanagement sowie Angewandtes Tourismusmanagement unterrichtet. Davor leitete er 13 Jahre lang das Tourismuskolleg Innsbruck.


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Interview, Tourismuspolitik, Tourismusgesinnung

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Nachgefragt: Martina Foidl

Nachgefragt: Martina Foidl

15 Fragen an Martina Foidl

Foidl Martina_fc_PlaTo Nachgefragt – Saison Tirol - Seite #3

© PlaTo

Drei schöne Orte auf der Welt (außerhalb Tirols und Südtirols):
Salzkammergut, Queensland (Australien), Südsteirische Weinstraße

Letzter Urlaub (wo und wann):
Salzkammergut, August 2020

Die größten Tugenden im Tourismus:
Gastfreundschaft und Flexibilität

Die größte Sünde im Tourismus:
Mehr vom Selben. Jeder erzählt die gleichen Geschichten und bietet das Gleiche an. Die Individualität geht verloren. Dadurch leidet die Authentizität und es kommt zum Verlust des Charakters einzelner Häuser und Regionen.

Erfolgreich ist der Tiroler Tourismus, wenn:
Der Tiroler Tourismus soll wie ein Kreislauf entlang der Wertschöpfungskette funktionieren und alle sollen daran teilhaben bzw. davon profitieren. Niemand soll das Nachsehen haben – eine Art Gemeinwohlökonomie.

Die beste Idee im Tourismus der letzten fünf Jahre:
Die beste Idee war, den Familienunternehmen sowie den Gastgeberinnen und Gastgebern im „Tiroler Weg” einen Platz zu geben. Ich assoziiere damit, dass man erkannt hat, wie wichtig familiengeführte Betriebe für unseren Tourismus sind und dass der Verlust eines jeden Betriebs eine große Lücke hinterlässt.

Ich habe mich für den Tourismus entschieden, weil:
Ich arbeite gerne mit Menschen und der Natur und möchte meiner Heimatregion etwas zurückgeben.

Meine ersten Monate als Geschäftsführerin des TVB St. Johann waren:
Spannend. Und es ist schön zu sehen, dass mir meine Kolleginnen und Kollegen aus dem TVB St. Johann motiviert und positiv zur Seite stehen.

Das möchte ich als Geschäftsführerin für die Tourismusregion St. Johann erreichen:
Dass die Vollbelegstage der Region steigen und sich dadurch eine Verlängerung der Saisonen ergibt. Die Saisonverlängerung darf aber nicht auf Kosten der Wertschöpfung passieren. Ein fairer Preis muss im Mittelpunkt stehen. Ebenfalls möchte ich, dass die Einstellung der Bevölkerung zum Tourismus noch besser wird, als sie bereits ist.

Eine gute Zusammenarbeit mit anderen TVBs ist wichtig, weil:
Der Gast und auch die Einheimischen kennen keine Regionsgrenzen und nutzen die Angebote großräumig. Wenn sich jeder auf seine Stärken konzentriert, schaffen wir einen vielfältigen Lebens- und Erholungsraum.

Um einen TVB erfolgreich zu leiten, braucht es:  
Eine dicke Haut, eine verständnisvolle Familie bzw. Partner und ein tolles Team. Ebenfalls braucht es ein gutes Einvernehmen mit den Gemeindevertreterinnen und -vertretern sowie den großen Leistungsträgern (Bergbahnen, große Hotels, Anbieter von Freizeitinfrastruktur) der Region.

Der beste Ratschlag, den ich von meinem Vorgänger bekommen habe, war:
„Jeder Mensch ist ersetzbar.“ Diese Aussage hat mich sehr zum Nachdenken gebracht und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass physisch gesehen jeder Mensch ersetzt werden kann, aber als Person an sich – mit allen Stärken, Schwächen, Erfahrungen und „Ticks“ – ist niemand ersetzbar, sondern ganz individuell und einzigartig und somit nicht kopierbar.  

Besonders wichtig neben meiner beruflichen Tätigkeit ist mir:
Ruhe und Zeit in der Natur

So entspanne ich am besten in meiner Freizeit:
Beim Kochen, Lesen und Musizieren

Zur Person: 

Martina Foidl studierte Wirtschaftsrecht an der LFU Innsbruck. Seit 2013 arbeitet sie beim Tourismusverband Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol, mit den Schwerpunkten Recht, Infrastruktur und Besucherlenkung. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Partner in Kirchdorf in Tirol und ist Musikantin in der örtlichen Musikkapelle. Bis zu ihrer Bestellung zur Geschäftsführerin im Jahr 2023 war sie seit 2016 als Gemeinderätin in ihrer Heimatgemeinde Kirchdorf tätig.


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Modernisierung des Sachbezugs

Modernisierung des Sachbezugs

Die Tourismusstaatssekretärin Susanne Kraus-Winkler freut sich über ein neues Entlastungspaket, das unter anderem eine Neuregelung des Sachbezuges für Mitarbeiter:innenwohnungen beinhaltet.

Susanne Kraus-Winkler_fc_Nadine Studeny Nachgefragt – Saison Tirol - Seite #3

© Nadine Studeny

Was verändert sich durch die Modernisierung des Sachbezugs?
In vielen Hotels und Gastronomiebetrieben wohnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während ihrer Beschäftigungszeit in vom Betrieb zur Verfügung gestellten Zimmern, Apartments oder kleinen Wohnungen. Mit der Modernisierung des Sachbezugs für die Mitarbeiterwohnungen heben wir die Quadratmetergrenzen an, ab denen ein steuerpflichtiger Sachbezug anfällt. Wenn Arbeitgeber ihren Beschäftigten also eine arbeitsplatznahe Dienstwohnung mit einer Größe von bis zu 35 m² zur Verfügung stellen, fällt dafür ab dem nächsten Jahr kein steuerpflichtiger Sachbezug mehr an. Bisher lag der Grenzwert bei 30 m².

Was bringt die Neuregelung den Unternehmer:innen, was den Beschäftigten?
Wir schaffen hier zum einen bessere Rahmenbedingungen und eine moderne Wohnqualität für Arbeit im Tourismus. Zum anderen bleibt den Beschäftigen auch mehr Netto vom Brutto.

Wie wirkt sich die Neuregelung auf als Wohngemeinschaften genutzte Mitarbeiter:innenunterkünfte aus?
Bisher wurden bei Wohngemeinschaften die gesamten Gemeinschaftsräume zur Gänze für jede einzelne Person angerechnet. Durch eine neue Methode bei der Berechnung der Quadratmetergrenzen kommt es nun auch hier zu Steuerentlastungen. Statt der vollen Anrechnung von Gemeinschaftsräumen erfolgt künftig eine Aliquotierung dieser Flächen pro Person. 

Welchen Anteil der im Tourismus Beschäftigten betrifft die Sachbezugsregelung?
Dazu gibt es keine validen Zahlen. Laut Finanzministerium rechnen wir damit, dass es quer über alle Branchen zu einer Entlastung von rund fünf Millionen Euro kommt.

Welche weiteren für die Tourismusbranche relevanten Maßnahmen enthält das Entlastungspaket? 
Neben der Modernisierung des Sachbezugs wurde die Kleinunternehmergrenze auf 55.000 Euro erhöht. Ebenso wurden die niedrigen Tarifstufen zusätzlich angepasst, das Kilometergeld sowie die Tag- und Nächtigungsgelder erhöht. Mit diesen wichtigen Maßnahmen machen wir den Tourismus als Arbeitgeber noch attraktiver und moderner.


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Ganzjähriges Gourmetrestaurant

Ganzjähriges Gourmetrestaurant

Der Gastronom und sein Bruder Alexander Marent eröffnen in ihrem Boutique-Hotel „Das Marent“ in Fiss am 15. August mit „Bruderherz Fine Dine“ das erste ganzjährig geöffnete Gourmetrestaurant im Tiroler Saison-Tourismus.

Christian Marent_fc_Das Marent2 Nachgefragt – Saison Tirol - Seite #3

© Das Marent

 

 

 

Warum haben Sie sich entschlossen, Ihr Gourmetrestaurant in Fiss ganzjährig zu betreiben?
Als Tourismusregion Serfaus-Fiss-Ladis werden wir zunehmend für einen Ganzjahrestourismus interessanter. Unser Hotel selbst führen wir bereits seit der Saison 2021/22 ganzjährig. Da ist es nur konsequent, auch unser Fine-Dine-Restaurant „Bruderherz“ ganzjährig zu öffnen.

Was gibt Ihnen die Sicherheit, dass sich ein Ganzjahresbetrieb lohnt?
Unternehmertum hat auch immer etwas damit zu tun, neue Wege zu gehen. Es gibt keine Sicherheit. Wir haben aber ein Grundvertrauen und ein gutes Gespür. Der Tourismus außerhalb des Winters entwickelt sich stetig, da reicht es nicht, dass wir Hoteliers und Gastronomen mit unserem Angebot nur nachziehen – wir müssen vorlegen. Da geht es auch um die Zukunft der gesamten Region.

Gibt es in den Sommermonaten genügend potenzielle Kund:innen in der Region, damit mehrere Gastronomiebetriebe ganzjährig arbeiten können?
Je mehr mitziehen, desto interessanter wird es für potenzielle Gäste. Im Tourismus gibt es keine Konkurrenz untereinander in einer Region. Wirklich stark sind wir nur, wenn wir alle gemeinsam Gas geben. Hier zählt Serfaus-Fiss-Ladis aber schon immer zu den Vorzeigeregionen.

Hat das Ganzjahreskonzept geholfen, Fachkräfte zu finden?
In einem Personalmarkt, in dem Mangel herrscht, kannst du gute Leute nur mit guten Jobs bekommen. Wir tun viel, um die besten Kräfte anzuziehen. Dazu zählt auch die Möglichkeit, Ganzjahresstellen anbieten zu können. Am Ende ist das vor allem auch für einheimische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das nachhaltigste Konzept.

 


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Nachgefragt: Michael Ploner

Nachgefragt: Michael Ploner

15 Fragen an Michael Ploner

klein_Saison Newsletter Michael Ploner_FC_Jurgen Schmucking Nachgefragt – Saison Tirol - Seite #3

© Jürgen Schmücking

Drei schöne Orte auf der Welt (außerhalb Tirols):
Ljubljana (Slowenien), Hakone (Japan), Madeira (Portugal)

Letzter Urlaub (wo und wann):
Japan (Tokio, Kyoto, Osaka, Hiroshima), Mai

Die größte Tugend im Tourismus:
Das Familiäre! Genau deswegen kommen Gäste zu uns. Ich hoffe nur, dass durch viele Hotelketten, die zurzeit einige Betriebe übernehmen, diese Eigenschaft nicht verloren geht.

Die größte Sünde im Tourismus:
Wie in jeder Branche gibt es sicher einige schwarze Schafe, ich fokussiere mich aber wirklich auf die positive Entwicklung im Tourismus und schaue nicht nach links oder rechts, ob ich jemanden finde, der seinen Job nicht richtig macht.

Die Stärken des Tiroler Tourismus:
Die Kreativität, der Teamgeist und sämtliche Menschen, die man durch seine Arbeit im Tourismus kennenlernen darf.

Die Schwächen des Tiroler Tourismus:
Der momentane schlechte Ruf, die Mitarbeitersituation in vielen Betrieben und die teilweise wirklich schwindende Arbeitsmotivation bei vielen jungen Menschen (nicht bei allen natürlich, wir sind sehr stolz auf unsere Jugend im Central, die sind alle grandios).

Die beste Idee der letzten fünf Jahre im Tourismus:
Ich glaube, es gibt immer wieder tolle, innovative Projekte im Tourismus in sämtlichen Richtungen. Natürlich ist auch viel Schwachsinn dabei, trotzdem kann man sich aus jedem Projekt Ideen für einen selbst holen. Ich möchte trotzdem nicht wirklich auf ein oder zwei Projekte eingehen.

Was waren Ihre beruflichen Highlights im letzten Jahr?
Die 4. Haube für unser Gourmetrestaurant, Platz 16 bei den Rolling Pin 100 Best Chefs und die Auszeichnung „Serviceteam des Jahres“ Schlemmeratlas

Warum haben Sie sich dazu entschieden, eine Karriere als Koch einzuschlagen?
Ich bin in unserem Familienbetrieb aufgewachsen, wurde aber nie zu irgendwas gezwungen. Ich habe von klein auf unsere Branche schätzen und lieben gelernt und bin durch meinen Opa in erster Instanz und durch viele Freundschaften, die sich durchs Kochen entwickelt haben, dabeigeblieben.

Welche Rolle spielt ihr Heimatort Nauders für Ihre Karriere im Tourismus?
Ich war etwas in der Welt unterwegs, dann ist es umso schöner, nach Hause zu kommen. Nauders hat extrem viel Potential, sowohl im Winter als auch im Sommer, und auch der Zusammenhalt zwischen den jungen und junggebliebenen Hoteliers und Gastronomen wird immer größer. Ich glaube, dass wir hier in den nächsten Jahren noch einiges erreichen können.

Welche Eigenschaften sind für Ihre Arbeit unabdinglich?
Teamwork: Unser komplettes Konzept ist auf dem Teamgedanken aufgebaut. Unser Team, Küche sowie Service, sind die Grundsäulen für einen funktionierenden Betrieb. Und so macht das einfach extrem viel Spaß.

Motivation & Jugend: Wir sind ein sehr verrückter Haufen. Aber auch sehr ehrgeizig und motiviert. Das merken auch unsere Lehrlinge, Praktikanten und jungen Mitarbeiter ,und wir versuchen, ihnen diese Motivation und den Spaß an der Arbeit mitzugeben.

Zusammenhalt: Ein Betrieb funktioniert auch nur, wenn alle Stränge wirklich zusammenhalten. Ich glaube, wir haben hier im Moment einfach sehr viel Glück, dass wir berufsübergreifend absolut aufeinander zählen können

Was bedeutet es für Sie, Tirol als Koch bei den Olympischen Spielen in Paris zu vertreten?
Mir ist es ganz wichtig, zu erwähnen, dass ich ja nicht alleine koche, sondern mit Olli Mijic, der gemeinsam mit mir das „kammerli“ betreibt, und Philipp Stohner, auch einer meiner besten Freunde und unser Trainer bei der Koch-WM. Wir haben gemeinsam schon an sehr vielen Standorten gekocht, darunter beispielsweise in Rom, München und Wien und freuen uns jetzt auf eine weitere Challenge in Paris! Es geht ja bei uns nicht um Medaillen. Wir haben schon viele Wettbewerbe weltweit gekocht, auch sehr erfolgreich, wie der Weltmeistertitel 2018 zeigt. Dort ist der Druck natürlich noch um einiges größer. Auf jeden Fall ist es uns eine Ehre, in Paris die Tiroler Kulinarik hochleben lassen zu dürfen, aber keine Angst: Wir sind gut vorbereitet, damit vor Ort wirklich nur mehr finalisiert und verfeinert werden muss.

Mit welchen Gerichten wollen Sie das internationale Publikum bei den Olympischen Spielen von Tirol überzeugen?
Wir setzen auf einige unserer „kammerli“ Signature Gerichte wie unsere „couch.potatoe“ mit Tiroler Kartoffel und Kalb oder unser „verrücktes.huhn“.

Was sind Ihre weiteren Ziele?
Weitere Erfolge mit unserem Gourmetrestaurant und ein Stern im Guide Michelin nächstes Jahr

So entspanne ich am besten in meiner Freizeit:
Biken im Sommer (vorwiegend abwärts), Skifahren im Winter

Mein Lieblingsplatz im Oberen Gericht ist:
Das Häuschen von meiner Freundin Katharina und mir als Rückzugsort

Zur Person: 

Michael Ploner aus Nauders hat sich trotz seines jungen Alters bereits einen Namen als Spitzenkoch gemacht. 2016 erreichte er den Titel des Koch-Staatsmeisters und gewann wenig später den „Culinary World Cup 2018“. Zudem sammelte er wichtige Erfahrungen in der internationalen Gastronomie, wie etwa im Mandarin Oriental Bangkok, auf Johann Lafers Stromburg oder im weltberühmten Restaurant Noma in Kopenhagen. Nun betreibt er gemeinsam mit seinen beiden Kochkollegen und Küchenchefs Olli Mijic und Jürgen Mathoy und seiner Freundin und Sommeliere Katharina Wolf das 4-Hauben-Restaurant „s‘ kammerli“ im familieneigenen Hotel Central in Nauders.


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Interview, Gastronomie

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