Der Verein Climbers Paradise Tirol hat die Initiative „Climbing with Respect“ gestartet. Was ist darunter zu verstehen?
Mit „Climbing with Respect“ setzen wir ganz bewusst ein Zeichen für mehr Rücksichtnahme, Verantwortung und Qualität im Berg- und Klettersport. Für mich bedeutet das: Klettern soll nicht nur „funktionieren“, sondern im Einklang mit Natur, Mensch und Region stattfinden. Konkret geht es dabei um Lenkung und Orientierung, damit sich Gäste wie Einheimische besser zurechtfinden und Risiken reduziert werden. Dazu zählen zentrale Bausteine wie die Gefahrenmeldestelle, digitale Tools wie der ClimbFinder sowie regionale Maßnahmen und Sicherheitschecks. Wir wollen mit dieser Initiative nicht belehren, sondern Bewusstsein schaffen und Standards stärken, denn langfristig profitieren alle davon: die Natur, die Regionen, die Community – und letztlich das gesamte Erlebnis am Fels.
Letztes Jahr verabschiedete sich Mitgründer Mike Gabl in den Ruhestand. Wie wichtig waren seine Verdienste um den Verein?
Mike Gabl hat Climbers Paradise mit seiner Vision und seinem Engagement maßgeblich geprägt. Gleichzeitig blicken wir als Verein nach vorne, denn die technische Kompetenz von Climbers Paradise wird künftig noch wichtiger. Nur wenn unsere Plattform, genauso wie die Klettergärten, laufend gewartet, weiterentwickelt und inhaltlich sauber gepflegt werden, können wir Kletternde wirklich gut lenken und leiten.
Welche konkreten Projekte sind heuer geplant?
2026 steht bei Climbers Paradise ganz klar im Zeichen der Weiterentwicklung – digital, inhaltlich und in der Frage, wie wir Klettersport in Tirol nachhaltig gut gestalten und lenken können. Ein zentraler Schwerpunkt ist dabei die digitale Weiterentwicklung unserer Plattform: Gemeinsam mit der Tirol Werbung arbeiten wir daran, unsere Website künftig über deren Mandantensystem umzusetzen. Climbers Paradise übernimmt in diesem Prozess die Rolle eines Pilotprojekts – mit dem Ziel, die technische Basis langfristig abzusichern und die digitale Kompetenz im Verein strategisch weiter auszubauen. Gleichzeitig entwickeln wir auch „Climbing with Respect“ konsequent weiter. Neben den Veranstaltungen in den Mitgliedsregionen möchten wir das Thema künftig noch stärker mit