Erfolgreiches Ende
Rund 60 Besucher:innen waren beim finalen Stopp von "Tourismusforum on tour" in Hopfgarten dabei..
© Tirol Werbung / Franz Oss
Gestern Abend ging die Dialogreihe „Tourismusforum on tour“ vorerst zu Ende: In Hopfgarten diskutierten rund 60 Besucher:innen mit Landesrat Mario Gerber, Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler, WIFO-Ökonomin Anna Burton, dem stellvertretenden Landesgeschäftsführer des AMS Tirol Johannes Schranz und Pletzer Gruppe-Geschäftsführer Manfred Pletzer über das Thema „Lebensraum Tirol: Arbeiten, wo andere Urlaub machen“. Angesprochen wurden außerdem die Trinkgeldbesteuerung, Mitarbeiterunterkünfte und das Saisonkontingent.
Sowohl Gerber als auch Seiler, die an allen Terminen der neuen Veranstaltungsreihe teilgenommen haben, zogen nach dem letzten Stopp ein positives Fazit: Der Austausch mit der Bevölkerung habe nicht nur deutlich gemacht, welche touristischen Themen die Menschen in Tirol besonders beschäftigen, sondern auch gezeigt, wie viel Potenzial in den einzelnen Regionen stecke – deshalb solle das Format auch auf jeden Fall weitergeführt werden. Wir haben zum vorläufigen Abschluss bei Landesrat Mario Gerber nachgefragt, welche Erkenntnisse er aus den vier Abenden zieht und wie konkret die Pläne für die Fortführung der Reihe sind.
– Welche konkreten Erkenntnisse oder Impulse haben Sie aus den Gesprächen mitgenommen?
Mario Gerber: „Die Gespräche im Rahmen der „Tourismusforum on Tour“-Reihe haben gezeigt, wie viel Engagement und Innovationskraft in den Tiroler Regionen steckt. Besonders beeindruckend war die Vielzahl praxisnaher Ideen – von digitalen Lösungen über Nachhaltigkeit bis zur stärkeren Einbindung der Einheimischen. Klar wurde auch: Viele wünschen sich weniger Bürokratie und es wurde die Belastung der Bevölkerung offen angesprochen – etwa durch Verkehr, Wohnraummangel oder überfüllte Orte. Diese kritischen Stimmen sind wertvoll und zeigen, wo wir nachschärfen müssen. Wir nehmen sie ernst und bleiben im Dialog, um gemeinsam nachhaltige Lösungen zu entwickeln.“
– Gab es Themen oder Herausforderungen, die sich in allen Regionen als besonders dringlich oder wiederkehrend gezeigt haben?
„Ja, es haben sich tatsächlich einige Themen herauskristallisiert, die in nahezu allen Regionen wiederkehrend angesprochen wurden. Besonders dringlich ist der Wunsch nach Bürokratieabbau – viele Betriebe und Gemeinden fühlen sich durch komplexe Vorgaben in ihrer Arbeit ausgebremst. Dieses Anliegen greifen wir aktiv auf, unter anderem im Rahmen des Tirol-Konvents, wo wir gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Regionen an praktikablen Lösungen arbeiten. Ein weiteres zentrales Thema ist die Balance zwischen Tourismus und Lebensqualität. Verkehrsbelastung, leistbarer Wohnraum und überfüllte Orte beschäftigen viele Menschen. Diese kritischen Rückmeldungen nehmen wir ernst. Auch das Saisonkontingent, das wir in enger Zusammenarbeit mit dem Bund auf den Weg gebracht haben, ist ein Schritt, um den Tourismus besser zu steuern und saisonale Spitzen gezielt zu entlasten.“
– Wird es noch weitere Termine geben?
„Ja, ganz klar. Der persönliche Austausch in den Regionen war enorm bereichernd – für mich als Landesrat ebenso wie für die Beteiligten vor Ort. Deshalb wird es weitere Termine und Formate geben, bei denen die Stimme der Regionen gehört wird. Das kann sowohl in Form neuer Tour-Stationen als auch über Workshops, digitale Dialoge oder themenspezifische Austauschrunden geschehen. Besonders im Hinblick auf das Thema Bürokratieabbau setzen wir auf aktive Beteiligung, etwa über den Tirol Konvent, wo die Expertise aus der Praxis direkt in konkrete Lösungsvorschläge mündet.“
Wer die vorerst letzte Ausgabe von „Tourismusforum on tour“ verpasst hat, kann sie hier nachschauen.