27. November 2025
Am 20. November trafen sich Touristiker:innen im Rahmen der Veranstaltung „Equal Pay Netz“ im Innsbrucker mariatheresia. Organisiert im Rahmen der Initiative „VerNetzT – Vereinbarkeit Netzwerk Tirol“ von Regionalmanagement Innsbruck-Land in Kooperation mit der Tirol Werbung, stand der Austausch unter dem Motto „Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie im Tourismus – Lösungen für Betriebe“. Dort präsentierte Praxisbeispiele zeigten unterschiedliche Ansätze:
- Katharina Schnitzer-Zach (Boutique Hotel Zach, Innsbruck) berichtete über die Umsetzung von mutigen Maßnahmen in ihrem Haus, wie der Weihnachtsbetriebsschließung und flexiblen Urlaubsmodellen in arbeitsintensiven Monaten wie dem Juli. „Natürlich war das ein Risiko“, so die Unternehmerin, „aber wir haben damit nicht nur unseren Mitarbeitern wertvolle Zeit für ihre Familien geschenkt, sondern auch ihre Loyalität enorm gestärkt.“
- Katharina Angerer (Alpenresort Schwarz, Mieming) berichtete, dass der Betrieb auf individuell angepasste Kinderbetreuungsangebote setzt und Mitarbeiter:innen finanziell bei den Kindergartenkosten unterstützt, um Beruf und Familie zu vereinbaren. „Gerade in unserer Branche ist es entscheidend, den Beschäftigten den Rücken zu stärken, damit sie die nötigen Freiräume haben, ihre beruflichen und privaten Ziele zu vereinen“, betonte sie.
- Lukas Heymich (Hotel Löwe und Bär, Serfaus) unterstrich vor allem die Relevanz von flexiblen Arbeitszeitmodellen, Zusatzleistungen wie etwa E-Autos und von der Relevanz, als Unternehmer selbst ein Vorbild zu sein. „Wenn wir nicht vorleben, dass Beruf und Familie vereinbar sind, wie wollen wir es dann unseren Mitarbeitenden vermitteln?“ Deshalb nehme er regelmäßig freie Tage und Abende als Familienzeit.
Einigkeit herrschte bei allen Vortragenden – darunter auch die Expertin für familienfreundliche Unternehmen, Dagmar Reuter – vor allem bei einem Punkt: Es gibt keine einheitliche Lösung für alle Betriebe. Entscheidend sei, sich auf individuelle Bedürfnisse einzulassen und gemeinsam mit Politik und Gemeinden kreative Angebote zu entwickeln.