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06. August 2026

Hitze verändert die Gastronomie

Hitze verändert die Gastronomie

Inmitten der Hitzewellen im Sommer sind Schattenplätze und kühle Getränke bei den Gästen heiß begehrt.
© Alpbachtal Tourismus / Shootandstyle

Die anhaltenden Hitzeperioden dieses Sommers sind längst mehr als eine kurzfristige Wettererscheinung. Auch vor der Gastronomie machen die hohen Temperaturen nicht Halt. Anna Kurz, Obfrau der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Tirol, erklärt, wie sich die Hitze auf das Konsumverhalten der Gäste auswirkt, welche Strategien Betriebe entwickeln, um auch an heißen Tagen attraktiv zu bleiben, und mit welchen Maßnahmen Mitarbeiter:innen entlastet werden können.

„Die anhaltenden Hitzeperioden verändern das Gästeverhalten spürbar“, beobachtet Kurz. Vor allem die Besuchszeiten in den Restaurants verschieben sich. „Während die klassische Mittagszeit – insbesondere an den Wochenenden – in vielen Betrieben schwächer frequentiert ist, verlagert sich der Besuch vermehrt in die Abendstunden, wenn die Temperaturen angenehmer werden.“ Auch die Wahl des Lokals werde zunehmend von den Temperaturen beeinflusst. „Gastgärten, schattige Terrassen sowie Lokale mit kühlen Innenräumen werden definitiv bevorzugt“, so Kurz. Gleichzeitig spiegle sich die Hitze auch in den Speisekarten wider: „Leichte Gerichte, Salate, kalte Speisen und erfrischende Getränke werden deutlich häufiger nachgefragt.“

Anpassungen und Strategien 

Für Kurz steht fest, dass sich die Branche langfristig auf steigende Temperaturen einstellen muss. Investitionen in Begrünung, Beschattung, Kühlung sowie eine angenehme Atmosphäre würden ebenso an Bedeutung gewinnen wie flexible Öffnungszeiten und saisonal angepasste Speise- und Getränkekarten. Dabei gehe es um weit mehr als einzelne Maßnahmen: „Entscheidend ist letztendlich das Gesamterlebnis und das soll auch an heißen Tagen angenehm für unsere Gäste sein“, weiß die Fachgruppenobfrau. Gleichzeitig brauche es die passenden Rahmenbedingungen, damit Betriebe in eine klimaangepasste Infrastruktur investieren können. Dass die Tiroler Gastronomie diese Herausforderungen meistern werde, davon ist Kurz überzeugt: „Wir Gastronom:innen waren schon immer kreativ, innovativ und anpassungsfähig – diese Stärken werden auch in der Zukunft entscheidend sein.“

Mitarbeiter:innen entlasten

Die Auswirkungen der Hitze sind jedoch nicht nur bei den Gästen spürbar. „Gerade in der Küche oder im Service können hohe Temperaturen schnell zur Belastung werden“, sagt Kurz. Viele Betriebe hätten deshalb bereits Maßnahmen gesetzt: Leichte Arbeitskleidung, zusätzliche Trinkpausen und eine kostenlose Getränkeversorgung gehören vielerorts mittlerweile zum Arbeitsalltag, denn: „Hitze ist nicht nur eine Frage des Wohlbefindens, sondern auch der Leistungsfähigkeit“, betont Kurz. Deshalb investieren immer mehr Betriebe zusätzlich in Ventilation oder die Klimatisierung einzelner Arbeitsbereiche. „Und das kommt am Ende nicht nur den Mitarbeiter:innen zugute, sondern auch den Gästen.“

Text: Barbara Kluibenschädl

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