14. August 2025
Das österreichische Hotelwesen nutzt Künstliche Intelligenz häufiger als der EU-Schnitt. © Target Group
Künstliche Intelligenz verändert das Hotelwesen grundlegend. Europaweit wird sie jedoch erst von 41 Prozent der Hotels aktiv genutzt. Das geht aus einer aktuellen Erhebung der Fachhochschule Westschweiz Wallis hervor, für die 1.500 Hotels in sechs Ländern, darunter 247 österreichische Betriebe, befragt wurden. Österreich liegt dabei im europäischen Vergleich erfreulich weit vorne: 49 Prozent der Hotels nutzen aktiv KI. Besonders gefragt sind KI-Tools zur Texterstellung wie ChatGPT oder Gemini, die von 90 Prozent der österreichischen KI-Nutzer:innen in Hotelbetrieben verwendet werden – ein deutlicher Vorsprung gegenüber dem europäischen Durchschnitt von 74 Prozent. Weitere häufig eingesetzte Anwendungen sind Analysetools zu Gästebewertungen mit 59 Prozent, automatisierte Antworten auf Gästefragen mit 50 Prozent und Revenue-Management-Tools mit 48 Prozent.
Auch fortgeschrittene Funktionen wie prädiktive Analysen werden von 43 Prozent der österreichischen Hotels genutzt, ebenso wie Produktentwicklungs-Assistenzsysteme von 36 Prozent – in beiden Fällen mehr als im europäischen Durchschnitt. Den wirtschaftlichen Nutzen von KI bewerten österreichische Hotels mit durchschnittlich 8 von 10 Punkten, während der europäische Durchschnitt bei 6,6 Punkten liegt. Als größte Herausforderungen nennen 42 Prozent der Betriebe fehlende, bezahlbare und sofort einsetzbare Lösungen, 41 Prozent mangelndes Wissen über verfügbare Tools, 40 Prozent Schwierigkeiten bei der Integration in bestehende Systeme und 37 Prozent Sicherheits- und Datenschutzbedenken. Diese Hürden betreffen vor allem kleine und mittlere Betriebe und gefährden ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit.