Seilbahnbilanz mit Top-Ergebnis

Die Rofan Seilbahn gehört zu den 27 ausgezeichneten „Tiroler Sommer-Bergbahnen”, die die Qualität des Angebots der Tiroler Seilbahnen im Sommer verdeutlichen.
© Koren
Österreichs Seilbahnen ziehen nach der Wintersaison 2025/26 eine äußerst positive Bilanz. Mit 54 Millionen Ersteintritten wurde ein Plus von rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreicht. Damit zählt die Saison zu den erfolgreichsten jemals und liegt mindestens auf Vor-Corona-Niveau.
Der Winter verlief insgesamt dynamisch: Nach warmem Herbst und frühen Schneefällen startete die Saison gut, gefolgt von einem kalten Jänner und milden Februar. Entscheidend blieb die stabile Nachfrage: „Grundsätzlich bleibt das Interesse an Urlaub und Wintersport stabil. Rund 84 Prozent der Gäste betreiben alpinen Wintersport“, so Reinhard Klier, Obmann der Fachgruppe der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Tirol. Dass diese Nachfrage heute so stark ist, führt er auch auf die Pionierarbeit der Tiroler Seilbahnen zurück. Mit Blick auf das diesjährige Jubiläum „100 Jahre Seilbahnen“ betont er: „Das Jubiläumsjahr bildet einen schönen Anlass, um zurückzublicken und den vielen Pionieren der Tiroler Seilbahnen Respekt zu zollen. In einer Zeit großer Armut haben sie mit Mut und Innovationsgeist eine Entwicklung angestoßen, die wesentlich zum heutigen Wohlstand Tirols beigetragen hat.“
Früher Saisonstart als Schlüssel
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die positive Bilanz war der frühe Saisonbeginn. Bereits im November und Dezember wurden in den Bergregionen 12,2 Millionen Nächtigungen erzielt, was rund 1,2 Milliarden Euro Wertschöpfung sicherte. Die technische Beschneiung bleibt dabei zentral: Rund 71 Prozent der Gäste reisen zu Saisonbeginn primär für Wintersport an. Ohne sie wären 8,7 Millionen Nächtigungen und 10,4 Millionen Skitage entfallen, was möglichen Einbußen von rund 2,7 Milliarden Euro entspricht. Mit einer vorgezogenen Saison steigen auch die Anforderungen. „Das erfordert ein hohes Maß an Flexibilität – eine Eigenschaft, die uns sicher auch in den kommenden Jahren begleiten wird“, so Klier. Gleichzeitig bleibe Schneesicherheit entscheidend: „Unsere effizienten technischen Beschneiungsanlagen sowie gezielte Investitionen in moderne Infrastruktur sind daher auch in Zukunft unerlässlich.“
Starker Motor auch im Sommer
Die wirtschaftliche Bedeutung der Seilbahnen in ganz Österreich bleibt mit rund 6,7 Milliarden Euro Wertschöpfung und etwa 128.000 Arbeitsplätzen in Österreich hoch. Auch die warmen Monate gewinnen weiter an Bedeutung: „Gerade im Sommer sind Tirols Seilbahnen wichtige Impulsgeber und Wegbereiter für die Attraktivierung von Bergerlebniswelten für Familien, Naturliebhaber oder Abenteuerlustige.“ Die 27 ausgezeichneten „Tiroler Sommer-Bergbahnen“ würden den Qualitätsanspruch unterstreichen. Bereits heute nutzen drei von vier Sommergästen die Bergbahnen.