21. Mai 2026
V. l. Dietmar Walser (Geschäftsführer TVB Kaunertal), Reinhard Klier (Stubaier Gletscher, Veranstalter SAAC-Camps), Lajana Gebhard (Allgäu GmbH), Universitätsprofessor Mike Peters, Peter Plattner (Bergführer) und Julia Steiner (Tirol Werbung) beim Abschlussevent des Interreg-Projekts.
© Jan Hetfleisch
Wie gelingt es, Sicherheit am Berg mit nachhaltigem Tourismus in Einklang zu bringen? Dieser Frage widmete sich das grenzüberschreitende Interreg-Projekt „Alpine Awareness Camps“ (AAC). Das 2023 gestartete Projekt fand diese Woche in Innsbruck seinen Abschluss. Unter dem Motto „Deine Berge von morgen“ diskutierten dabei mehr als 50 Fachleute aus Tourismus, Bergsport, Wissenschaft, Politik und Naturschutz über alpine Sicherheit, Nachhaltigkeit und den Umgang mit sensiblen Naturräumen. Im Fokus des Projekts standen unter anderem Themen wie Wildruhezonen, Mobilität oder Tourenplanung. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen künftig in kostenlose SAAC-Camps (Snow and Alpine Awareness Camps) ein und sollen auch Tourismusregionen sowie weiteren Akteur:innen im Alpenraum Orientierung bieten. Zugleich verwies Projektinitiator Thilo Bohatsch auf einen Perspektivenwechsel: Ging es früher vor allem um den Schutz des Menschen vor alpinen Gefahren, rückt heute zunehmend auch der Schutz der Natur vor dem Menschen in den Mittelpunkt. Angesichts steigender Besucher:innenzahlen, des Klimawandels und neuer Freizeittrends gelinge nachhaltiger Bergtourismus weniger über Verbote als über Bewusstseinsbildung, Eigenverantwortung und Besucher:innenlenkung – ergänzt um einen bewussteren Umgang mit Social Media.