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09. Dezember 2025

Pistenspaß für alle

Wie der Nachwuchs für Tirols Pisten gesichert werden kann, hängt auch mit der Leistbarkeit des Skisports zusammen. Wichtig ist zudem der Blick über den Tellerrand bzw. über die traditionellen Märkte hinaus – bis nach China.

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Was kostet´s?

Tagesskipässe kosten aktuell zwischen 40 und 80 Euro, für Kinder und Jugendliche liegen die Preise zum Teil um die 30 Euro (der Durchschnittspreis für Skitickets lag im Winter 2024/25 bei 32 Euro)*. Zum Vergleich: Die Preise für eine Strandliege mit Schirm rangierten im Sommer in Italien zwischen 30 und 100 Euro pro Tag, vielerorts waren es durchschnittlich 55 Euro.

Für Vielfahrer:innen

Für Familien und Vielfahrer:innen rentieren sich Verbundkarten wie das Freizeitticket Tirol, die Snow Card Tirol, die Tirol Regio Card und ähnliche Angebote.

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Dynamische Preise

Immer mehr Skigebiete bieten dynamische Preise für Tagesskipässe an. Im Vorteil ist hier, wer nicht allzu spontan plant – je früher die Tickets gekauft werden, desto günstiger sind sie in der Regel.


Weiter Blick in den Osten

SnowHow China ist eine Agentur mit Sitz in Tirol, die sich dem sportlichen Brückenschlag zwischen dem Alpenraum und China verschrieben hat. Gründer und Geschäftsführer Hermann Winkler beschreibt die Vision so:

Hermann Winkler: „Wir connecten Player aus dem Alpenraum, der Wiege des Berg- und Outdoorsports, mit Partnern aus dem Reich der Mitte, dem wohl dynamischsten Sportmarkt der Gegenwart.

Die Idee ist im Vorfeld der Winterolympiade Peking 2022 entstanden, als klar war, dass Sport und Reisen die klassischen Luxus-Statussymbole in China ablösen und die chinesische Mittel- und Oberschicht Bewegung und Abenteuer für sich entdecken; ähnlich dem Fitness-Boom in Amerika in den späten Siebzigerjahren.“

Wie sieht das in der Praxis aus? „Im Konkreten entwickeln wir in unserem Designstudio in Mailand zum Beispiel Kollektionen im Berg- und Skibereich, fädeln Vertriebs- und Marketingpartnerschaften ein und haben auch schon Joint Ventures zwischen alpinen und chinesischen Partnern gegründet. Neben unseren ‚Matchmaking-Tätigkeiten‘, wo wir vor allem mit Entscheidungsträger:innen und auch Celebritys arbeiten, sind wir auch an der Basis tätig und bilden chinesische Skilehrer:innen aus und bringen chinesischen Kindern in unseren indoor-Skischulen Skifahren bei. Ziel ist auch, Innovationen aus China nach Europa zu bringen.“

Wie kann der Alpenraum am chinesischen Markt mitmischen? „China ist ein extrem spannender Markt mit sehr viel Potenzial, aber auch mit extremen Dynamiken, brutaler Konkurrenz und enormem Investitionsbedarf. Viele alpine Unternehmen können in China nur noch mit den richtigen lokalen Partnern erfolgreich sein, die die Kundenbedurfnisse kennen, die Marktgeschwindigkeit beherrschen und die Flexibilitat mitbringen, sich den laufend ändernden Anforderungen anzupassen. Da hat sich sehr viel verändert in den letzten Jahren. Ein tolles Produkt und eine historische Marke reichen bei Weitem nicht mehr aus, um in China Fuß zu fassen.

Wohin kann die Reise gehen? „Das Potenzial Chinas als Markt für den Alpenraum ist enorm, es gibt keine vergleichbare Realität mit ähnlicher Dynamik in den Bereichen Reisen und Outdoor. Gleichzeitig muss man anmerken, dass China noch unter den Auswirkungen der Pandemie leidet, die internationalen Trips haben noch nicht die Zahlen vor der Pandemie erreicht. Nichtsdestotrotz gibt es ein stark wachsendes Bedürfnis nach Outdoor-Erlebnissen, Authentizität, Berg, Schnee und Abenteuer. Die emotionalen Erfahrungen rücken in den Vordergrund, das Einzigartige und Unverwechselbare, das durchaus auch seinen Preis haben darf. Und da hat der Alpenraum natürlich sehr viel zu bieten.

Wenn man bedenkt, dass nur ein geringer Prozentsatz der Chines:innen überhaupt einen Reisepass besitzt und insofern nur wenige überhaupt international reisen, stehen wir erst am Anfang einer spannenden Entwicklung. Jetzt gilt es, die Basis zu legen.“

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Die Tiroler Agentur SnowHow China wirbt im fernen Osten um Nachwuchs für heimische Pisten.
© Snow51

Text: Rebecca Müller

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