Auf Schiene
Seit 2012 gibt es die Initiative „Tirol auf Schiene“, die Tourismus, Verkehrsverbund, Wirtschaftskammer und Bahnen aus dem DACH-Raum mit einem gemeinsamen Ziel vereint: mehr Gäste für eine klimafreundliche Anreise mit der Bahn zu begeistern. „Wenn Anreise und Mobilität vor Ort zusammengedacht werden, entsteht ein echtes Angebot, das den Umstieg vom Auto erleichtert“, erklärt Nicole Ortler von der Tirol Werbung. Bis 2035 soll der Anteil nachhaltiger Anreisen auf 20 Prozent steigen.
Die Kooperation bringt unterschiedliche Akteure zusammen, was Abstimmung erfordert, aber auch Synergien schafft: Tourismuspartner werben für Bahnangebote, Bahnen wiederum für Tirol als Reiseziel. Das Ergebnis ist weniger Verkehr, mehr Ruhe und eine höhere Aufenthaltsqualität. „Mobilität wird im Idealfall Teil des Urlaubserlebnisses, nicht zur Hürde“, so Ortler.
Das Angebot werde zunehmend mehr genutzt – besonders aus Städten wie Berlin oder Hamburg. Beispiele wie der kostenlose Shuttle zum Winterwandern am Hintersteiner See oder der demnächst startende engere Bustakt im Stubaital würden zeigen, wie autofreie Mobilität gelingt. Jede Bahnreise spart bis zu
89 Prozent CO₂ – ein zentraler Hebel für klimafreundlichen Wintertourismus. Projekte wie „Im Nightjet zum Schnee“ machen deutlich, dass ein nachhaltiger Winter in Tirol keinen Widerspruch, sondern gelebte Zusammenarbeit darstellt.